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Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Feiertage

An alle die auch das Schicksal teilen und über die Feiertage Dienst schieben müssen! (Oder wollen, um der Verwandschaft zu entkommen.)
Tatsächlich sind bei uns z.B. die Nachtdienste auf dem Wunschplan immer als Erstes vergeben.

Schön, wenn man es etwas ruhiger angehen lassen kann, weil mal nicht so viel los ist. In einigen Einrichtungen und Stationen ist auch das sicherlich nicht gewährleistet und es fällt die selbe Menge Arbeit an, wie sonst auch.
Trotzdem lasst uns versuchen den armen Seelen die ihren Heiligabend nicht zu Hause verbringen können, weil ein Krankenhausaufenthalt o.ä. vonnöten ist, eine möglichst warme Zeit zu verschaffen.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten.


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Tugce und der immer noch bestehende Zweifel der Bevölkerung am Hirntod





Eine Szintigraphie des Gehirns. Mit ihr lassen sich Mikrozirkulation und Stoffwechselvorgänge im Gehirn untersuchen. Unten die Abbildung des Hirntods, keine Aktivität mehr im Hirn.
(Quelle: nuklearmedizin.ukw.de)







Aus aktuellem Anlass, muss ich nun auch mal Stellung zu diesem Fall beziehen. Eigentlich sollte ich gerade meine Facharbeit schreiben, die zu einem Drittel in die Endnote des schriftlichen Teils meines baldigen Examens einfließt, aber zwischendurch muss auch mal Zeit für ein paar Zeilen sein, um auszudrücken wie gespalten ich dem Thema gegenüber stehe.


"Heute lassen die Ärzte Tugce sterben"
"Vater will Tugce an Tag XY sterben lassen"


So und so ähnlich lauteten zahlreiche Titel von Artikel zum Thema. Online und in Printmedien.

Es gab (oder gibt) sogar eine Facebookseite (wahrscheinlich noch zahlreiche mehr), die Tugce gewidmet ist. Auf ihr können Menschen ihr Mitgefühl ausdrücken oder was ihnen sonst so auf der Zunge liegt. Ich überflog die Seite kurz und ein Kommentar prägte sich mir ein, er lautete sinngemäß so:
Vertraut den Ärzten nicht, setzt ihr Kopfhörer mit bekannter Musik auf und schaut, ob die Wellen ausschlagen. Es könnte auch sein, dass die Schädeldecke eröffnet werden muss (...)

Dieser Kommentar - und ich bin mir sicher, es gab noch viele andere, ähnliche - hatte zu diesem Zeitpunkt schon über 900 "Gefällt mir" Markierungen.
Über 900 Menschen die denken, Tugce wurde nicht mal operiert? Über 900 Menschen die tatsächlich denken, sie könne noch Dinge wahrnehmen und wird trotzdem "sterben gelassen" ? Unfassbar eigentlich. In jedem Zeitungsartikel steht, dass sie einer Operation unterzogen wurde. Aber damit beschäftigen sich viele scheinbar nicht mal. Offenbar wird sofort in die Richtung gedrängt, dass man sich nur möglichst schnell ihrer Organe bemächtigen wolle.

Da stellt sich mir die Frage, ist der Zweifel der normalen Bevölkerung an der Diagnose "Hirntod" und Organspende immer noch so groß?


Ich schnappte mal folgenden Satz auf:
"Ein Organspendeausweis ist die beste Lebensversicherung"


Ein Hirntodprotokoll, von zwei Ärzten zu bestätigen.
(Quelle: http://www.dso.de/uploads/tx_dsodl/htd.pdf)


Nirgends auf der Welt sind die Bestimmungen zur Hirntoddiagnose so streng wie in Deutschland.
Jede Körperfunktion, jeder Laborwert wird bis aufs genauste untersucht - und das zwei Mal, an unterschiedlichen Tagen.
Amerikaner beispielsweise lachen darüber wie kompliziert wir diese Dinge handhaben. Dort bestätigt ein Arzt nach einer Untersuchung den Hirntod und danach ist eine Organspende möglich.






Der offizielle Zeitpunkt des Todes, ist übrigens nach Feststellung des Hirntodes, in Tugces Fall also einen Tag vor ihrem Geburtstag (der Wunsch der Familie war es ja, dass sie ihren Geburtstag noch "erlebt").










"Der Hirntod bedeutet ebenso wie der Herztod den Tod des Menschen. Mit dem Hirntod fehlt dem Menschen die unersetzbare und nicht wieder zu erlangende körperliche Grundlage für sein geistiges Dasein in dieser Welt" (http://www.ekd.de/EKD-Texte/organtransplantation_1990.html)


Ich finde es wichtig darauf aufmerksam zu machen. Niemand wird "sterben gelassen". Tugce war tot. Ihr, und der Wunsch der Eltern, war es Organe zu spenden. Das nötigt weiteren Respekt ab und ist für viele Menschen eine Chance weiterzuleben.
Die Hirntoddiagnostik ist äußerst genau und die Fehlerquote gleich null.
Die junge Frau hat für eine scheußliche Begebenheit mit dem Leben bezahlt, an der nur die Verletzungen schuld waren. Nicht die Ärzte, nicht die Familie. Der Tod wurde nicht geplant.



Samstag, 29. November 2014

Schwindende Bedürfnisse

"Können Sie sich das vorstellen? Da fragt der mich, ob ich nicht Lust hätte mit ihm zu kommen. Diese Amerikaner. Man man man."

Der Patient berichtet von seinen Erlebnissen als Taxifahrer.

"Nee, hab ich dem gesagt" - er lacht.

"Aber hintenrum verchromen lassen wollt' ich mich nicht! Hatte kein Bedürfnis. Zuhause läuft zwar auch nix, aber wissense..irgendwann brauch man das auch nicht mehr.

Außerdem... so schön is' meine Frau sowieso nich."

Montag, 10. November 2014

Alkoholfreies Bier stärkt das Immunsystem

Im letzten Beitrag ging ich auf einige Möglichkeiten zur Vermeidung von Erkältungen ein, diesen möchte ich noch um eine ergänzen

Alkoholfreies Bier genießt den Ruf eines gesunden Sportlergetränks und wird auch als solches beworben, so gut wie jeder dürfte beispielsweise die Werbung mit den Klitschko Brüdern kennen. Die trinken doch nichts, was schlaff macht?!
Über die Glaubwürdigkeit von Werbung lässt sich sicher streiten, aber nun zu den Fakten:

Die geläufigste Information dürfte wohl sein, dass es sich um ein isotonisches Getränk handelt. Das bedeutet, dass die Zusammensetzung der Flüssigkeit und darin enthaltenen Nährstoffen (vor allem Elektrolyte, wie Natrium), einen osmotischen Wert ergibt, der etwa dem des menschlichen Blutes entspricht.
Dadurch kann das Getränk leicht von der Magen- bzw. Dünndarmschleimhaut aufgenommen und direkt ins Blut weitergegeben werden.

Es ergeben sich also schon zwei nützliche Effekte; rasches auffüllen des Flüssigkeitshaushaltes und der Ausgleich von Elektrolytverlusten, was vor allem Ausdauersport nach sich zieht.

Speziell das Immunsystem profitiert aber von den, ebenfalls im alkoholfreien Bier enthaltenen, Polyphenolen. Sekundäre Pflanzenstoffe mit gesundheitsfördernden Eigenschaften, vor allem antiinflammatorisch (entzündungshemmend) wirksam.

So wurde in einer Studie nachgewiesen, dass Testpersonen, in diesem Fall Marathonläufer, signifikant weniger Infekte der oberen Atemwege haben, als die Kontrollgruppe, welche keine Polyphenole zu sich nahm.

Die wichtigsten Ergebnisse:


  • "Reduzierte Entzündungsreaktion: Unter "Verum" ergaben sich bei der Untersuchung der Leukozyten sowohl direkt als auch 24 Stunden nach dem Rennen um 20 Prozent (signifikant) niedrigere Werte als unter "Placebo". Auch war der Anstieg der Interleukin-6-Konzentration nach dem Rennen in der Interventionsgruppe signifikant niedriger als in der "Placebo"-Gruppe, heißt es im Abstract zu einem Vortrag zur Studie, der beim Deutschen Sportärztekongress im Oktober in Frankfurt am Main* geplant ist (Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 2011; 7-8: 188).
  • Unterstützung für das Immunsystem: Die im Testgetränk, also im polyphenolhaltigem Bier enthaltenen Stoffe wirkten ausgleichend auf das Immunsystem, schreibt die TU München, und zitiert Studienleiter Scherr: "Wir konnten belegen, dass ein durch körperlichen Stress geschwächtes Immunsystem gestärkt wird und ein überschießendes gebremst wird."
  • Vorbeugend gegen Erkältungen: Halten sich Marathon-Läufer streng daran, Tag für Tag mindestens 1 und maximal 1,5 Liter alkoholfreies - aber polyphenolhaltiges - Bier zu trinken, haben sie in den zwei Wochen nach einem Marathon signifikant weniger Infekte der oberen Atemwege als bei Konsum von polyphenofreiem Bier. Ergebnis der Per-Protocol-Analyse: Das Risiko, eine Erkältung zu bekommen, sei auf ein Drittel reduziert, so Scherr.
  • Besserung bei Infekten der oberen Atemwege: Traten Erkältungen auf, verliefen sie bei Studienteilnehmern unter "Verum" milder oder kürzer als bei Studienteilnehmern unter "Placebo", schreibt die TU München."
(Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/atemwegskrankheiten/article/664578/alkoholfreies-bier-bringt-immunzellen-marathon-laeufern-trab.html)

Be-MaGic Studie: http://www.bemagic-studie.de/



Polyphenole sind übrigens auch in grünem und Kamillentee enthalten.

Die Studie zeigt, alkoholfreies Bier genießt seinen guten Ruf zurecht und ist vor allem nach körperlichen Anstrengungen zu empfehlen.




Donnerstag, 6. November 2014

Intensivstation - Der Film

Am 10.11.2014 wird der Film "Intensivstation" erneut im TV ausgestrahlt.
Diesmal zur Prime-Time, um 20:15 auf 3Sat.

Die Filmemacher haben das Personal einer Intensivstation der Berliner Charité 4 Monate lang begleitet und bieten einen glaubwürdigen Einblick in den Alltag, mit all seinen Höhen und Tiefen.

Der Film war für den deutschen Fernsehpreis 2014 nominiert und ist meiner Meinung nach absolut zu empfehlen.

Weitere Informationen auf den zugehörigen Webseiten.

http://www.intensivstation-film.com/
https://www.facebook.com/intensivstation/timeline

Sonntag, 2. November 2014

Erkältungen vorbeugen



Bild: w.r.wagner  / pixelio.de
Nun, wir können uns es nicht mehr schönreden, die kalte Jahreszeit hat uns langsam aber sicher in ihre Fänge gebracht. Hatte ich persönlich letzte Woche noch das Glück eine sonnige Woche in Süditalien verbringen zu können, sah die ganze Lage hier in Deutschland schon bedrückend trist aus.

Mit dem nasskalten Wetter gehen oft kalte Füße, verstopfte Nasen und dann eben auch die Erkältung einher. Und wie bereitet sich einer auf den Winter vor, der den ganzen Tag nichts anderes sieht, als kranke Menschen? Das möchte im folgenden Text etwas näher erläutern. Schließlich sollen die Krankmeldungen ja ausbleiben.

Ausgelöst wird eine Erkältung durch Viren, daher auch nochmal der kurze Hinweis bei Erkältungssymptomen nicht direkt Antibiotika einzunehmen! Denn diese bekämpfen nur Bakterien. Sinn macht das nur, im Falle einer bakteriellen Superinfektion, also wenn Bakterien unseren geschwächten Immunstatus ausnutzen und sich noch zusätzlich in den Atemwegen einnisten.

Nicht zu verwechseln sind solche Erkältungen, oder auch als grippale Infekte zu bezeichnen, mit einer richtigen Grippe, einer bedrohliche und ernstzunehmenden Erkrankung!

Grippale Infekte kündigen sich meist durch Kratzen im Hals an und entwickelt sich dann über Tage weiter, nach 7-10 Tagen klingen sie in der Regel von selbst wieder ab.
Eine echte Grippe jedoch beginnt typischerweise schnell und heftig und zeigt Symptome am ganzen Körper, z.B. extreme Erschöpfung und Muskelschmerzen. Nicht selten zieht sie eine Krankenhausbehandlung oder gar den Tod nach sich, vor allem bei gefährdeten Personen, z.B. bei chronisch Kranken oder Älteren.

Als Auslöser für Erkältungen kommen mehr als 200 Virentypen in Frage, oft z.B. die sogenannten Rhinoviren.
Diese lauern überall, auf Türklinken, im Bus, im Supermarkt oder schwirren in der Luft, hier fällt oft der Begriff Tröpfcheninfektion, welcher jedem bekannt sein sollte.
Daher dient hier schon eine einfache Maßnahme als Schutzfaktor, eine ausreichende Händehygiene. Mitarbeitern des Gesundheitssystems dürfte der Begriff mehr als geläufig sein, uns wird er quasi jeden Tag vorgebetet.

Kälte und Nässe vermindern die Durchblutung der Schleimhäute, vor allem die der Nasen- und Rachenschleimhaut, welche vornehmlich für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig ist.
Physiologisch stellt sich das wie folgt dar:
Die beweglichen Zilien des Flimmerepithels (jenes Epithel, womit die Schleimhäute im Respirationstrakt ausgekleidet ist) befördern unerwünschten Fremdkörper mit Hilfe des von Becherzellen produzierten Sekrets kontinuierlich nach außen. Bei Kälte verlieren die Zellen ihre Beweglichkeit und Krankheitserreger haben es leichter in den Körper einzudringen.

Kalte Füße sind übrigens direkt mit verminderter Schleimhautdurchblutung in Verbindung zu bringen, nun erschließt sich vielleicht der Zusammenhang zu Erkältungen etwas leichter!

Ebenso behindert warme, trockene Luft die Schleimhautfunktion; ganz klassisch im Winter, durch Heizungen bedingt! Daher empfiehlt es sich, ein Glas Wasser auf die Heizung zu stellen, um die Raumluft nicht zu sehr austrocknen zu lassen. Natürlich sollte die Flüssigkeitsaufnahme generell nicht zu kurz kommen, ausreichend trinken ist das Stichwort. Das befeuchtet nicht nur regelmäßig den Rachen, sondern macht des dem Körper auch leichter Flüssigkeit für die Schleimhäute bereitzustellen - und somit die Abwehrfunktion aufrecht zu erhalten.
Optimale Funktionalität ist bei einer Temperatur von 37°C (gewährleistet durch die gut durchbluteten Schleimhäute des Nasen/Rachenraums, die Luft wird sofort erwärmt) und absoluten Luftfeuchtigkeit von 44mg/l gegeben.
Hier lässt sich auch die Brücke zur Intensivmedizin schlagen. Bei beatmeten Patienten fällt der obere Respirationstrakt, sprich Nasen/Rachenraum komplett aus. Die Atemluft kann nicht in der Nase erwärmt und "vorgefiltert" werden, daher ist auch die Funktion der Zilien im unteren Bereich der Atemwege (Bronchien) eingeschränkt, eine Infektion droht. Die "Ventilator assoziierte Pneumonie" (kurz VAP) ist das wohl gefürchtetste Risiko der maschinellen Beatmung. Um dem vorzubeugen werden Hilfsmittel, wie z.B. HME (Heat and Moisture Exchange) Filter oder auch aktive Befeuchtung verwendet.
Das nur als kurzer Ausflug in "meine" (Arbeits-)Welt.

Soweit also einige Hinweise speziell für die kalte Jahreszeit. Natürlich kann und sollte man das Immunsystem generell generell stärken. In diesem Zusammenhang spielen einige Faktoren eine Rolle, u.a. die psychische Verfassung, das Schlafverhalten (Nachtdienst ist doch ein wahres Geschenk an die Menschheit) oder die Ernährung, um nur einige zu nennen.

Persönliche Meinung

Für mich war eine ausgewogene Ernährung einer der wichtigsten Punkte um dauerhaft frei von Krankheit zu bleiben. Seit ich bewusst auf ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung achte, hat sich mein Immunstatus beträchtlich verbessert, in den letzten zwei Jahren hatte ich lediglich eine Erkältung. Außerdem erachte ich eine Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren als eminent wichtig (wobei der Bedarf durch Lebensmittel allein für die meisten Menschen kaum zu decken ist, daher ist oft eine Aufnahme in Form von z.B. Kapseln nötig bzw. eine Option). Auf diese möchte ich noch in einem separaten Artikel genauer eingehen. Hier aber ein Beitrag zu Antioxidantien, welche einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Immunsystem liefern.
An mir selbst sehe ich inzwischen jedenfalls wie schnell ich mich unwohl fühle, wenn die Ernährung mal einige Tage nicht passt.

Eine halbwegs ausgewogene Ernährung ist auch wahrlich kein Hexenwerk. Das heißt weder, dass man nie wieder Süßigkeiten oder Pizza essen darf, noch dass jede Mahlzeit voll Rohkost oder "Bio" sein muss. Ich achte lediglich darauf jeden Tag 2 Portionen Obst und mindestens einmal etwas Gemüse zu essen. Wenn zeitlich möglich, auch gerne mehr. Außerdem sollte man sich der kompletten Vielfalt der Nahrungsmittel bedienen. Nüsse und Samen, Öle sowie Fisch und Milchprodukte runden die komplette Nährstoffzufuhr ab. Welche Lebensmittel man allerdings meiden sollte, erläutere ich noch an anderer Stelle.

Wer sich und sein Immunsystem pflegt und den Körper mit einigen leichten Hilfsmitteln noch etwas unterstützt, hat gute Chancen beschwerdefrei durch den Winter - und durchs Jahr - zu kommen.










Mittwoch, 22. Oktober 2014

Zeitumstellung und Nachtdienst

Zwei Uhr, drei Uhr, wieder zwei Uhr - ähh was?

Dabei kann es sich nur um ein Datum im Jahr handeln - und zwar wenn die Uhr von Sommer- auf Winterzeit gestellt wird. Ganz besonders bitter für Arbeitende im Nachtdienst.

Drei Uhr nachts, das ist oft die Schwellenzeit der Schicht. Noch eine etwa eine Stunde und der Endspurt beginnt. Und wenn man es erstmal so weit geschafft hat...Kinderspiel! Alles so gut wie vorbei.
Hüttenzauber, ein letzter Durchgang, nochmal alles überprüfen, etwas aufräumen und schon bald kann man sich darauf freuen die Kollegen zu begrüßen.

Doch dann dieser alles niederschmetternde Rückschlag; der hart erarbeitete Lohn, in Form des näherrückenden Feierabends, wird einem geradezu aus den Händen gerissen. 
Nur ein kleiner Augenblick und der schönste aller Feierabende wäre in greifbarer Nähe gewesen. Das befreiende Gefühl sich auf den Heimweg machen zu können, während um einen herum jeder Andere zur Arbeit geht. Es wird langsam hell, das Treiben auf den Straßen beginnt, der Verkehr nimmt zu, die Menschen ziehen vorbei, um zur Arbeit zu gehen.
Man selbst allerdings - nichts wie ab nach Hause und ins Bett. Selten gibt es so früh morgens so gute Gründe gut gelaunt zu sein!
Wäre da nicht diese Zeitumstellung, die alles zunicht macht.

Stattdessen noch einmal durchbeißen, noch einmal die bereits erlebte Stunde aufarbeiten.

Hiermit möchte ich auch einmal eine Lanze für alle Leidenden da draußen brechen.

Im Frühjahr, wenn die Uhr dann vorgestellt wird, besteht dagegen Grund zur Freude!





PS: Werden eigentlich überall die Stunden auch akkurat berechnet? Eine Stunde länger arbeiten ist auch auf dem Zettel eine Stunde mehr? 


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